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O Gott, von dem wir alles haben,
die Welt ist ein sehr großes Haus;
du aber teilest deine Gaben
recht wie ein Vater drinnen aus.
Dein Segen macht uns alle reich;
ach lieber Gott, wer ist dir gleich?
Wer kann die Menschen alle zählen,
die heut' bei dir zu Tische geh'n?
Doch muss die Nahrung keinem fehlen;
denn du weißt allen vorzusteh'n
und schaffest, dass ein jedes Land
sein Brot bekommt aus deiner Hand.
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O Gott, du hest uns soväl gäben.
Tauierst uns Welt, as jeder weit,
Du sorchst di hüt üm unser Läben,
As dat 'n gauder Vadder deit.
Dien Sägen måkt uns all ganz riek
O leiwer Gott, wer is di gliek?
Wecker kann dei Minschen tellen,
Dei sitten daun an dienen Disch?
Dei ümmer wedder sik anstellen,
Wenn du verdeilst dat Brot, ganz frisch,
Wenn du giffst mit eigen Hand
All Minschen Brot in jedet Land.
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Du machst, dass man auf Hoffnung säet
und endlich auch die Frucht genießt.
Der Wind, der durch die Felder wehet,
die Wolke, die das Land begießt,
des Himmels Tau, der Sonne Strahl
sind deine Diener allzumal.
Und also wächst des Menschen Speise,
der Acker selbst wird ihm zu Brot;
es mehret sich vielfält'gerweise,
was anfangs schien, als wär es tot,
bis in der Ernte jung und alt
erlanget seinen Unterhalt.
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Du löttst mit Tauversicht uns seien
Dat wi gaut austen wat wi seit
Du måkst, dat liesing Lüfte weihen
Dat Rägen föllt, wenn't gor tau heit,
Sülfst Dåk un jeder Sünnenstråhl
Sünd dien Gehülpen alltaumål.
Wat wassen deit, austen wi giern,
Dei Acker gifft uns unser Brot.
Wenn sik dordei Küürns vermihrn
Von dei man dacht, dat sei sünd dod.
So deit dei Aust uns all erhollen,
Dei jungen Lüüd un ok dei Ollen.
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Nun, Herr, was soll man noch bedenken?
Der Wunder sind hier gar zu viel.
So viel als du kann niemand schenken,
und dein Erbarmen hat kein Ziel;
denn immer wird uns mehr beschert,
als wir zusammen alle wert.
Wir wollen's auch keinmal vergessen,
was uns dein Segen träget ein;
ein jeder Bissen, den wir essen,
soll deines Namens Denkmal sein,
und Herz und Mund soll lebenslang,
für unsere Nahrung sagen Dank.
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O Gott, wat sall man noch bedenken?
Dien Wunner nähmen werhand
Keinein kann mihr as du verschenken,
All Minschen is dien Gnad bekannt,
Un ümmer giffst du uns väl mihr
As för uns Läben nödig wier.
Wi willen ok nie nich vergäten,
Dat uns dien Sägen is ganz wiß,
Dat jeder Happen, denn wi äten
Ok unsen Gott tau danken is,
Un Hart un Mund sall läbenslang
För Äten seggen hartens Dank.
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