In'n Rosenmånd

vun Behrend Böckmann


Is dei 7. Hornung inne Staaten dei Rode-Rosen-Dach, so is bi uns dei sösste Månd in't Johr dei Rosenmånd, denn hier un dor lüchten dei rosa Bläuden von den Wäpelduurn. Dat is dei plattdüütsche Nåm für dei Heckenros' (rosa camina), dei ok Hunnenros' un Jœkduurn heiten deit. Dei Früchte warden Hambutt, Hanbutt, Habutt, Juckbeern, Lusbeern näumt un lüchten lütte in'n Harst.

In China un Persien geef dat dei "Rosa chinensis", dei an't Enn' von't 18. Johrhunnert dörch 'n Hannel nå Europa keem, mit denn Wäpelduurn krüzt wür un so dei Rosentüchtung ehrn Anfang nähm. Hollänner hemm' Rosen tücht un uptreckt un ehr den latienschen Nåmen "Rosa centifolia major" — "Grote-Hunnert-Bläder-Ros" gäben. Sei hett as staatsch Rükelheck in väle Gorns ståhn un wür von väle Målers ut Flannern up Linnen målt. Dorüm heit s' ok Målerros. Anner hemm' dei Bläuden as Kohlköpp seihn un ehr den Ökelnamen "Kohlros" gäben. Noch anner seggen tau ehr "Provence-Ros", denn dor inne Provence hemm' dei Franzlüüd disse Ros œwer allens giern had. Dei Kaiserin Josephine, wat dei ierste Fru von Napoleon I. wäst is, harr all dei Malerros in ehrn Gorn von Malmaison ståhn.

In't 18. Johrhunnert füng dei Tüchtung von Rosen an, hüt gifft dat weltwiet 30.000 Rosensorten, dei wi in Wille Rosen un Gornrosen indeilen. Un dei Gornrosen warden noch eins deilt in olle Gornrosen un Moderne Rosen. 1903 grünnen Rosentüchter dat "Rosarium" Sangershausen, einen botanischen Rosengorn mit 8700 Rosenoorten und Rosensorten, in den 80.000 Rosenstöck wassen.

Wat in't 18. Johrhunnert mit dei Rosentüchtung anfüng, kann sik seihn låten: Weltwiet sall dat 30.000 Rosensorten gäben, indeilt in Wille Rosen un Gornrosen. Un dei Gornrosen warden noch eins deilt in olle Gornrosen un Moderne Rosen. Tau dei Gornros hürt dei rosa "Centifolie", dei Hunnertbläder- orrer ok Kohlros. Sei bläuht blot einmal in't Johr, gifft dorför œwer leiflich Rosenrükels af.

Ünner Moderne Rosen sünd wull dei Rosen tau seihn, dei noch schöner as dei Gloria Day sien willen un up den Pries "Güllen Ros" scharp sünd, dei alle Johr von'n internatschonale Jury in Baden-Baden an'n eurpä'schen Tüchter vergäben ward.
Un dormit nich nauch, dei rode Rose kreech inne Staaten noch 'n eigen Fieerdach un dei wür up denn 12. Rosenmånd (Juni) fastlecht. Mit rode Rosen as dat Teiken för wohre Leif sall man Verwandte un Frünn' œwerraschen.

Kein Wunner, dat Goethe 'n Rösing up'e Heiden fünn, inne Operette "Dei Vågelhœker" von Carl Zeller (1842-1898) "Schenkt man sik Rosen in Tirol" sungen ward orrer so as Nana Mouskouri (Johrgang 1934) 1961 von witte Rosen ut Athen drömt hett. Un dat gifft sogor 'n Rosenspråk. Un wat einen so allens bi Rosen dörch 'n Kopp geiht: dei Appelros mit dei groten düsterrosa Bläuden up'e Dünen vonne Ostssee, dei Damaszener-Ros up'e Rosenfeller in Bulgarien, dei Wäpelduurnheck von't Duurnrösing-Schlott, dei Korlsbader Sprudelsteinros, dei Seipenoper "Rode Rosen" orrer dei Leif taun Ros von'n Antoine d' Exupéry sienen "Lütten Prinz".

Inne hellenistisch Sagenwelt heit dat, dat dei Ros dörch dat Blaut von Aphrodite, dei sik anne Duurnen ratscht harr, so rode Bläuden kreech. Doch weiten wi hüt, dat dei Rosenduurnen in Würklichkeit Tacheln sünd. Un denn geiht mi noch dei Gürtelros, dei Rosenkrieg un dei Rosenmåndach dörch 'n Kopp, œwer dat hett nix mit Rosen, ehr Schönheit un ehr Rükels tau daun.


7.6.2026


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