Dei jungen Poletikers

vun Behrend Böckmann


Philipp Gangolf Balthasar Türmer (Johrgang 1996) — dissen klangvullen Nåmen hemm' Rainer Türmer (SPD) as Vulljurist in't Bundsfinanzministerium ünner Minister Hans Eichel un dei Oberstaatsanwältin Gabriele Türmer (SPD) as Öllern ehrn Sœhn gäben. Un so versteiht sik dat binå von sülben, dat dei Jung dat juristisch Staatsexamen måkt, Maat inne SPD un ganz fix Baas vonne Jusos ward un so all lütt bäten "lud, kritisch un links" Poletik måken kann, denn hei hett noch keinen Stauhl in't Parlement, den Bundsdach. Dat hett em dei Katholik Johannes Winkel (Johrgang1991) vörut. Sien Öllern harrn dat nich ganz so wiet bröcht as Türmer sien Öllern, œwer 'n Studium in Politik un Recht bringt em in, dat hei as politischer "Spätzünner" Baas vonne Junge Union ward un nu as Poletiker in'n Bundsdach sitten deit. Hier is hei besonners wägen sien Ansichten tau dei Rentenreform den böbelsten CDU-Baas un ölleren Christen Kanzler Merz upfollen, denn hei finnt dei andacht nödige Merz'sche Rentenreform för ungerecht, dor ümmer weniger junge Minschen för 'n ümmer grötter wardende Rentengesellschaft upkåmen sallen. Wenn nich 50 Milljarden an Utgaben för dei Rent spoort warden, denn ward hei mit sien "Junge Grupp" gägen dat Merz'sche Rentenpaket stimmen.

Türmer un Winkel sünd ein jeder up ehr Oort Deil von den œwergroten Hümpel von Rechtsverdreihers, Poletikdüders un Amtslüd, dei noch nie nich in ehr Läben 'n Fork inne Hand harrn, 'n Sœch taun Bier läärt orrer 'n Gockel bewunnert hemm', wenn hei sien Hennen glücklich måkt.

Näbenbi anmarkt: Ok wenn dei ünner dei Regentschaft von Muddi Merkel von'n Bundsdach beschlåten "Eh för all" dat mœglich måkt un so as CDU-Frak'schonsbaas Spahn un dei SPD-Frak'schonsbaas Miersch sik mit ehrn Mann verfriecht hemm', sall Türmer 'n Fründin hemm' un Winkel mit 'n Fru verfriecht läben.


"Finn man ierstmal 'n Partei, dei för uns Rentner döögt!"

Ok wenn öllere Wähler ehrn Läbenswannel för richtig hollen, so sünd's wull doch œwer Winkel sien Rentenansichten vergnatzt un warden bi dei neechsten Wåhlen 'n anner Partei ankrüüzen — wenn sik ein findt, dei för dei Rentner wirklich wat deit.

Oewer Türmer un sien Jusotrupp willn dat nich op sik sitten låten, dat ein CDU-Mann dei gröttere Schnapsidee harr. Sei låten sik wat infalln, mit dat sei den Vågel afscheiten: Sei willen nu dei Eh afschaffen, denn dei Zivileh is siet Adam un Eva 'n "patriachalischet Instrument", üm dei Fru tau ünnerdrücken. Dei vör'n Altor un den Standsbeamten schlåten Eh sall dörch 'n "Verantwortungsgemeinschaft" ersett warden, un alle Eherägeln, dei noch güllig sünd, sang- un klanglos verschwinnen. "Verantwortungsgemeinschaften" m/w/d sallen dei Eh aflösen un dormit sall't vörbi sien, dat Cis-Männer Leif vörgäben un denn dei Fru malträtieren. (Verklorung: Cis-Männer sünd Männer, dei mit 'n Schniedel up'e Welt kåmen un ok as Mann dörch't Läben gåhn — in'n Gägensatz tau dei, dei in'n falschen Lief stäken, dei as Diern up'e Welt kåmen un ierst as Trans-Mann glücklich läben.)


Dat links wier mal dei Mann, dat rechts dei Fru —
nu sünd sei wedder ein normales Ehpoor!

Wat för Grappen hett disse ganz linke Juso in 'n Kopp? Denkt hei an Rousseau (1712-1778), dei ok vonne Gliekheit drömt hett, orrer denkt hei an uns GG, Art. 3(1): För all Minschen gellt dei glieke Order — All Minschen sünd vör dat Gesetz gliek, orrer besinnt hei sik up dei "Achtunsössdiger"? Villicht nimmt hei sik den Pionier Rainer Langhans (Johrgang 1940) taun Ogenspeigel, dei 1953 mit sien Öllern nå Westberlin utneiht, dor studiert un sik taun "Achtunssössdiger" mausert, dei dei sexuelle Revolutschon predigt un 1967 mit nägen Manns- un Frugenslüd un ein Kind dei "Kommune 1" inne Wåhnung von den Schriewersmann Uwe Johnson billt (Johnson höll sik tau dei Tiet nich in West-Berlin up). Un disse Kommune süll dat Gägenbispill tau dei oltbekannte Fomilie warden. Wat dat klappt hett? Dor gåhn dei Meinen utenanner.


"Sech mi nich, wo du heitst, mien Jung, dat lohnt sik nich!"

1970 siedelt Langhans as Künstler nå München üm un läwt von nu an mit vier un denn mit drei Frugens in'n Läbensgemeinschaft inne sogenannte "High-Fish-Kommune". Langhans näumt disse Oort tau läben 'n sozialet Experiment, einen Harem, wo jeder 'n eigen Wåhnung hett un hei "sien" Frugens den Ümgang mit anner Männer nich ünnersecht. Ünnerseggen kann hei nämlich gor nix miehr, wieldat dat patriarchale Grootmannssucht von Anno Tobak wier. Dei moderne Mann mutt liehren, rünnertauschluken un gode Mien tau måken, wenn "sien" Frugens (dei natürlich nümsnich tauhören daun) sik vergnäugen, mit weckern sei willn. — Kinner hett dat inne disse Kommun nich gäben, œwer Sex bedüdt för Langhans, gaud miteinanner utkåmen un dat Paradies von morgen all hüt beläben. Tscha, dat mutt denn woll richtig gaude Sex west hebben, tauminnst för Langhans. Wo väl Möhg hei sik woll gäben hett, dat dei Frugens dat ok so paradiesisch funnen? Ik bün vermauden, hei hett nå gaude ole Wies miehr an sik dacht as an sünstwat. Den olen Adam, den kriggst nämlich nich so licht wech, dei is in dei Wull farvt.

Dei "etablierten" Parteien, dei wägen dei Ümfragen dei Mors mit Grundeis geiht, haugn blind üm sik in den Versäuk, sik tau profilieren. Dei Jungen Christen äbenso as dei Jungen Sozialisten sünd noch bäten gräun achter dei Uhren un drieven dat tau wied. Ik tipp mal, dat dat ehr Parteien nix nütten warrt. Un dei Partei, de dat wohrschienlich nütten warrt, hett dat nich verdeint.


"Parteiprogramme läsen is ja dei reinste Horrorshow!"


16.5.2026


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